EDITORIAL
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Das Anordnungsmodell gibt uns keine Ruhe: Die nationalrätliche Gesundheits-kommission will, dass vor Beginn einer OKP-finanzierten psychologischen Psychotherapie zwingend eine fachärztlich-psychiatrische Diagnose vorliegt. Wir werden diese realitätsfremde Forderung zusammen mit der SGPP und den Psychologieverbänden vehement bekämpfen. Die dagegen lancierte Petition haben wir als Psychiatrieverbände aber nicht unterschrieben. Weshalb, erfahren Sie in diesem Newsletter.
Wir halten Sie auch bei der Agenda Grundversorgung auf dem neusten Stand und schätzen ein, wo und unter welchen Voraussetzungen wir Verbesserungen für unser Fach erwarten.
Gleich drei Beiträge widmen sich dem SGKJPP-Kongress, der mit über 550 Teilnehmenden alle Erwartungen übertraf. Er hat uns enorm bereichert und stimmt hoffnungsvoll, was unseren Nachwuchs anbelangt: Der Residents’ Day, erstmals vollständig von der jüngeren Generation der Kinder- und Jugendpsychiatrie organisiert, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir werfen zudem einen Blick auf Kongresse in unseren Nachbarländern und möchten insbesondere niedergelassene Kolleginnen und Kollegen ermuntern, sich mit Symposien und Beiträgen zu beteiligen – das Themenspektrum ist für sie genauso vielfältig und spannend.
Im Interview erfahren Sie mehr über die neue Klinische Professorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Dass mit Gertraud Gradl-Dietsch dieser Lehrstuhl nach einer mehrjährigen Vakanz wieder besetzt werden konnte, stimmt uns ebenfalls hoffnungsvoll für unser Fach.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre!
Bigna Keller, Co-Präsidentin SGKJPP Oliver Bilke-Hentsch, Co-Präsident SGKJPP |